
Eine Familie schrieb einem buddhistischen Mönch und fragte, was mit der Kleidung eines Verstorbenen geschehen soll: ein Schrank voller guter Sachen, und ein Haus voller Verwandter, die alle wussten, was man damit zu tun habe. Ihre Fragen, in ihren eigenen Worten: „Áo quần của người đã mất có phải đốt đi không? Nếu cho người khác mặc vậy người nhận áo quần ấy có bị làm sao không?“ Muss das alles verbrannt werden, und wenn wir es jemandem zum Tragen geben, passiert dem dann etwas? Der Ehrwürdige Thích Giác Quang antwortete auf phatgiao.org.vn, ungetragene Kleidung dürfe ohne Weiteres an andere weitergegeben werden, während er die alten Sachen, die Bettwäsche und alles, was in der Krankheit benutzt wurde, zum Verbrennen anweist. Niemand, der so fragt, fragt nach dem Ausmisten. Gefragt wird, ob es erlaubt ist. In deutschen Haushalten klingt dieselbe Frage nur anders: Darf ich seine Jacke anziehen? Muss das weg, bevor die vierzig Tage um sind?
Diese Seite beantwortet die Fragen, die mit der Aufgabe kommen. Wie lange Sie warten dürfen, und wer eigentlich entscheidet. Ob Sie seinen Mantel tragen dürfen. Was der dritte, der vierzigste und der hundertste Tag wirklich von Ihnen verlangen, in den Worten der jeweiligen Tradition. Ob etwas verbrannt werden muss. Was mit den Briefen, den Fotos und einem halb gefüllten Tagebuch geschieht. Wie Geschwister teilen, ohne dass Streit daraus wird. Was mit den Medikamenten, den Papieren und dem Handy passiert. Die Familien und Namen in den Beispielen sind erfunden, und wo eine Regel vom Wohnort abhängt, steht das Land im Satz.
Es gibt keine Frist, und wer wirklich entscheidet
Fast jede Tradition, die diese Frage berührt, hat ein Datum daran geknüpft. In russischsprachigen Haushalten der vierzigste Tag. In der Frage, die einem muslimischen Gelehrten vorgelegt wurde, der dritte. In vietnamesisch-buddhistischen Ratgebern der hundertste. Liest man die Lehrer der jeweiligen Tradition selbst, stellt sich heraus: Das Datum ist genau der Teil, auf dem sie nicht bestehen. Worauf die Menschen warten, ist eine Erlaubnis, die sie längst haben.
Erzpriester Alexander Dokolin, Rektor der Alexius-Kirche am Zentralen Klinikum des Moskauer Patriarchats, sagt es so schlicht, wie es zu sagen ist, in der orthodoxen Zeitschrift Foma: „Можно раздать вещи как до так и после 40 дней.“ Die Sachen dürfen vor dem vierzigsten Tag weitergegeben werden oder danach, und, sagt er, zu jeder Zeit. Er fügt hinzu, er habe keine Ahnung, wer diese Regel erfunden habe. Erzpriester Ioann Jemeljanow, der dort die Nachbarfrage beantwortet, ob man die Sachen eines Verstorbenen wegwerfen dürfe, nennt sie „чистое суеверие“, reinen Aberglauben.
Der Kalender entscheidet also nicht. Wer dann? Die Rechtsgutachten-Seite IslamQA, gefragt, ob alles, was ein Mensch besaß, vor dem dritten Tag für Bedürftige weggegeben werden müsse, weist die Annahme zurück: Das sei nicht richtig, die Kleidung und die Sachen des Verstorbenen gehörten zu seinem Nachlass, und seine Erben hätten ein Recht darauf.
Der eine Teil der Aufgabe, bei dem die Uhr wirklich läuft. Die Miete hört nicht auf, wenn eine Mieterin stirbt. Eine Mietwohnung ist hier das Einzige, was jede Woche Geld kostet, solange sie noch voll steht, also sprechen Sie früh mit der Hausverwaltung. In Deutschland regelt das Bürgerliche Gesetzbuch den Fall: Nach § 563 BGB treten Ehegatte, Lebenspartner oder Haushaltsangehörige in das Mietverhältnis ein, und tritt niemand ein, wird es nach § 564 BGB mit dem Erben fortgesetzt. Dann dürfen Erbe und Vermieter das Mietverhältnis außerordentlich kündigen, mit der gesetzlichen Frist, und zwar innerhalb eines Monats, nachdem sie vom Tod und davon erfahren haben, dass niemand in das Mietverhältnis eingetreten ist. Dieser Monat ist die einzige echte Frist auf dieser Seite. In Österreich und in der Schweiz gelten eigene Regeln, fragen Sie dort also früh nach. Alles andere hat keinen Termin, und „nächstes Frühjahr“ ist für den Kleiderschrank eine gute Antwort.
Wann eine geschlossene Tür in die Hausarztpraxis gehört. Die anhaltende Trauerstörung im DSM-5-TR der American Psychiatric Association wird bei Erwachsenen erst diagnostiziert, wenn zwölf Monate vergangen sind, und sie verlangt drei Symptome an fast jedem Tag über einen Monat. Eines davon ist das Vermeiden von allem, was daran erinnert, dass der Mensch tot ist. Eine geschlossene Tür nach sechs Wochen ist also keine Störung. Wenn aber ein Jahr vorbei ist und Sie noch immer nicht hineingehen können, gehört das in die Hausarztpraxis oder in eine Trauerberatung.
Bevor Sie etwas sortieren: vier Dinge zuerst, darunter die eine Kiste, die jetzt niemand öffnet
1. Auflisten und schätzen, bevor etwas weggeht. Vier Handgriffe, und ein Nachmittag mit einem Notizbuch deckt sie ab. Gehen Sie durch jedes Zimmer und schreiben Sie auf, was darin ist. Fotografieren Sie alles, was wirklich Geld wert sein könnte, bevor es den Platz wechselt. Behalten Sie den Beleg für alles, was Sie verkaufen. Und fragen Sie die Erbengemeinschaft oder die Testamentsvollstreckerin, ob etwas geschätzt werden muss, bevor das Erste aus dem Haus geht. Nichts verpflichtet Sie, zu behalten, was Sie auflisten.
Warum das mehr ist als Bürokratie, zeigt der deutsche Rechtsstand in drei Sätzen. Ein Nachlass gehört der Erbengemeinschaft gemeinsam, und über einen einzelnen Gegenstand können die Erben nach § 2040 BGB nur gemeinschaftlich verfügen. Wird etwas bewertet, gilt der gemeine Wert, und den bestimmt § 9 BewG als den Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Nicht der Versicherungswert, und nicht, was es ihm bedeutet hat. Und das Entlastende zum Schluss: Nach § 13 ErbStG bleibt Hausrat einschließlich Wäsche und Kleidungsstücke beim Erwerb durch Personen der Steuerklasse I, also durch Ehegatten und Kinder, bis zu 41.000 Euro steuerfrei, andere bewegliche Gegenstände bis zu 12.000 Euro; für die Steuerklassen II und III sind es zusammen 12.000 Euro. Bei einem normalen Haushalt geht es hier fast nie um Steuern. Es geht um die Liste.
2. Klären Sie, ob ein Kind zu den Erben gehört. Eine Zeile aus dem Gutachten von IslamQA gehört auf jede Checkliste: Erwachsene bei klarem Verstand dürfen ihren eigenen Anteil für Bedürftige weggeben, aber über den Anteil eines Minderjährigen dürfe niemand so verfügen. Deutsches Recht kommt von einer anderen Seite zum gleichen Ergebnis: Aus dem Vermögen ihres Kindes dürfen Eltern grundsätzlich nichts verschenken. Fragen Sie, bevor die Säcke gefüllt werden.
3. Packen Sie die Kiste ohne Datum. Alles, worüber Sie nicht entscheiden können, kommt hinein, ohne Diskussion, und dann kommt der Deckel darauf. Ein Sortiertag steht das erste Mal still, wenn jemand eine Uhr in die Hand nimmt und keiner mehr sprechen kann. Schreiben Sie das Datum auf den Deckel und sehen Sie in einem Jahr wieder hinein.
4. Verabreden Sie, wer dabei ist und was die Aufgabe des Tages ist. Eine Nachricht, verschickt, bevor jemand eine Zugfahrt bucht.
Hallo ihr Lieben, Samstag bei Papa, von 10 bis 14 Uhr, und die Aufgabe an dem Tag ist nur die Küche, der Schrank im Bad und die Papiere im Sekretär. Seine Kleidung, die Fotos und die Garage lassen wir in Ruhe. Es verlässt nichts das Haus, es wird nichts weggeworfen und es wird niemandem etwas versprochen. Wenn du etwas haben möchtest, schreib es auf die Liste am Kühlschrank, und wir reden in ein paar Wochen über alles zusammen. Ich bringe Mittagessen mit.
Liebe Grüße, Christine
Drei Sätze tun die Arbeit: eine Aufgabe, nichts verlässt das Haus, es wird nichts versprochen. Und ein Wort zum Motiv. Eine Frau fragte die orthodoxe Frage-und-Antwort-Seite azbyka.ru, ob sie Fernseher und Möbel eines verstorbenen Verwandten verkaufen dürfe. Der Priester antwortete, der Tod sei keine Verunreinigung und Dinge seien nur Dinge: „поступайте с ними по своему усмотрению.“ Verfahren Sie damit, wie Sie es für richtig halten. Und dann: „Вообще же старайтесь не «избавиться» от усопшего, но пережить его уход и молиться о его упокоении.“ Versuchen Sie nicht, den Menschen loszuwerden. Versuchen Sie, seinen Weggang durchzuleben und für seine Ruhe zu beten.
Der Sortierbogen: neun Kategorien und was damit üblicherweise geschieht
Kein Haushalt lässt sich in einem Durchgang sortieren, denn die neun Arten von Dingen darin stellen acht verschiedene Fragen, und eine Zeile stellt überhaupt keine. Arbeiten Sie eine Zeile auf einmal ab.
| Kategorie | Was damit üblicherweise geschieht | Die Frage, die zuerst geklärt wird |
|---|---|---|
| Kleidung und Schuhe | Behalten, getragen, gewaschen weitergegeben, umgenäht oder losgelassen | Wartet jemand auf die Erlaubnis, etwas davon zu tragen |
| Schmuck und Uhren | Geschätzt, fotografiert, dann geteilt | Wurde zu Lebzeiten etwas laut versprochen |
| Papiere und Urkunden | Vollständig in eine Kiste, für die, die den Nachlass regeln | Ist der Erbschein da, ist der Nachlass noch offen |
| Handy, Laptop, Tablet | Geladen und unberührt liegen lassen, erst einmal | Kennt jemand den Code |
| Medikamente und Pflegehilfsmittel | Medikamente entsorgen, Hilfsmittel zurück zum Sanitätshaus | Ist etwas spitz, verschreibungspflichtig oder geliehen |
| Briefe, Fotos, Tagebücher | Jetzt einpacken, später lesen, zuletzt teilen | Ist etwas an einen Lebenden adressiert |
| Möbel und Geräte | Behalten, mitgenommen, verkauft oder an ein Sozialkaufhaus | Wohnt noch jemand in der Wohnung |
| Werkzeug, Hobby, Sammlungen | Als Ganzes geschätzt, dann verkauft oder weitergegeben | Ist die Sammlung ganz mehr wert als in Teilen |
| Lebensmittel, Pflegeprodukte, Putzmittel | In der ersten Stunde weg, Ungeöffnetes zur Tafel | Keine. Die eine Zeile ohne Entscheidung darin. |
Arbeiten Sie in drei Durchgängen. Der Müll-Durchgang nimmt Lebensmittel, Verpackungen und Kaputtes. Der Wert-Durchgang listet und fotografiert alles, was Geld wert sein könnte, und lässt es liegen, wo es liegt. Der Entscheidungs-Durchgang nimmt eine Kategorie auf einmal, mit den Menschen im Raum, die einen Anspruch haben. Zwei Regeln halten das zusammen: Am ersten Tag verlässt nichts das Haus, und eine Person schreibt auf, was vereinbart wurde. Für dieselbe Arbeit an den eigenen Sachen ist Döstädning, das schwedische Ausmisten, die Gegenrichtung.
Was tun mit der Kleidung eines Verstorbenen: behalten, tragen, weitergeben, umnähen oder loslassen, und darf man seinen Mantel tragen?
Bei der Kleidung fangen fast alle an, und fast alle bleiben dort stecken. Es gibt fünf Wege, nicht zwei, und die meisten Schränke brauchen alle fünf.
| Weg | Gut für | Der praktische Hinweis |
|---|---|---|
| So behalten, wie es ist | Ein oder zwei Stücke, mit Absicht ausgesucht | Dort aufbewahren, wo Sie es sehen, nicht im Sack auf dem Dachboden |
| Tragen | Mäntel, Pullover, Hemden, Schals, Arbeitsschuhe | Eine Änderungsschneiderei kostet weniger als ein neuer Mantel |
| Weitergeben | Alles Gute, das hier niemand tragen wird | Vorher waschen und bügeln. Warum, steht weiter unten. |
| Umnähen | Ein gemustertes Hemd, ein Kleid, eine Uniform, eine Krawatte | Eine Decke, ein Kissen, ein Bär für ein Enkelkind |
| Loslassen | Durchgelaufene Schuhe, fleckige Arbeitskleidung, Unterwäsche, Socken | In die Altkleidersammlung, wo sie Alttextilien zum Recycling annimmt |
Unterwäsche, Socken und alles Intime gehen direkt weg, und dafür braucht niemand eine Erlaubnis. Keine Kleiderkammer gibt das weiter, und Waschen ändert daran nichts, also ist das die eine Zeile ohne Entscheidung darin.
Das durchgerechnete Beispiel. Kerstin sortierte den Kleiderschrank ihrer Mutter Elisabeth acht Monate nach der Beerdigung, allein, so wie sie es wollte. Einundvierzig Stücke: zwei behalten, vier selbst getragen, neunundzwanzig an die Kleiderkammer der Caritas, drei zu einer Schneiderin, die eine Decke daraus genäht hat, drei nicht mehr zu gebrauchen. Die Zahlen waren der leichte Teil. Den Kamelhaarmantel, den sie fast weggegeben hätte, behielt sie, denn die Frage, auf die sie sich festgelegt hatte, war nicht, ob er kostbar sei, sondern ob sie im November danach greifen würde, und sie würde. Das blaue Kleid, das sie fast behalten hätte, gab sie weg, denn das Einzige, was sie davon wollte, war ein Foto ihrer Mutter darin, und das Foto hatte sie schon.
Der Schrank eines Ehepartners ist der schwerste, weil Sie der einzige Mensch sind, der entscheidet, und weil Sie gleichzeitig in diesem Zimmer leben müssen. Die Reihenfolge, die funktioniert, ist die naheliegende: zuerst die Hemden, die Sie selbst tragen werden, dann die guten Anzüge, die jemand tragen wird, dann der Rest, wenn Sie bereit sind. Es gibt keinen Monat, bis zu dem eine Witwe oder ein Witwer fertig zu sein hätte.
Darf man seinen Mantel tragen? Erzpriester Sergij Wassin, Rektor der Kirche der Geburt der Gottesmutter in Bobjakowo, Gebiet Woronesch, antwortet in Foma über sich selbst: „У меня, например, есть вещи, оставшиеся после моего папы, раб Божьего Георгия, Царствие ему Небесное, которые я с удовольствием ношу и вспоминаю часто о нем.“ Er hat Sachen, die von seinem Vater geblieben sind, er trägt sie mit Freude, und das Tragen ist die Art, wie er sich an ihn erinnert.
Eine Frau schrieb azbyka.ru in den ersten neun Tagen nach dem Tod ihrer Schwester und fragte, ob ihre schwangere Schwester die Kleidung der Verstorbenen tragen dürfe. Die Antwort kommt ohne Einschränkung: Wie viele Tage auch vergangen seien, eine besondere Haltung zu den Sachen der Toten sei gewöhnlicher Aberglaube, und „Беременность или другие состояния тоже на это никак не влияют.“ Schwangerschaft und andere Zustände ändern daran überhaupt nichts.
In der jüdischen Praxis fragte eine Frau, die den Nachlass ihres Vaters sortierte, ihren Rabbiner nach der Kleidung. Rabbi Rashi Simon antwortete bei Kesher, Ask the Rabbi: Grundsätzlich stehe der Benutzung der Kleidung eines Verstorbenen nichts entgegen. Der Brauch bei den Schuhen sei in der Halacha nicht eigentlich verboten und gehe auf Rabbi Jehuda he-Chassid von Regensburg zurück, der 1217 starb. Rabbi Simon vertritt die engere Lesart: Es geht um die Schuhe, die im Tod getragen wurden, und andere Schuhe dürfen ohne Zögern benutzt werden.
In sunnitischen Rechtsgutachten gibt es eine Erlaubnis, eine Grenze und einen echten Unterschied zwischen zwei Seiten. Scheich Salih al-Fauzan, zitiert auf IslamQA: Es sei erlaubt, die Kleidung des Verstorbenen für ein Familienmitglied zu behalten, das sie tragen kann, oder sie einem Bedürftigen zu geben, der sie tragen wird, und sie solle nicht vergeudet werden. Nach diesem Gutachten ist das Behalten allein um der Erinnerung willen nicht erlaubt und möglicherweise verboten, wenn durch die Sachen Segen gesucht wird. Islamweb ist die großzügigere der beiden Seiten: Es sei erlaubt, die Kleidung und die Sachen eines Verstorbenen zu behalten und zu benutzen, ohne Einschränkung für Erinnerungsstücke, und das Einzige, was dort untersagt wird, ist, Segen in ihnen zu suchen. Wenn Ihre Familie diesen Gutachten folgt, ist die Kiste, die Sie behalten, einfach weil sie seine war, der Punkt, den Sie mit dem Imam Ihrer Gemeinde oder Ihrem eigenen Gelehrten besprechen.
Vietnamesische Bestattungsratgeber führen ein Tabu schriftlich, und die Art des Dokuments ist dabei wichtig. Die Liste der kiêng kỵ eines Bestattungsunternehmens sagt, die Lebenden mieden es, im Bett zu schlafen, die Kleidung zu tragen oder zu benutzen, was die Toten übrig gelassen haben: „người sống cũng kiêng nằm giường thừa, mặc quần áo thừa, dùng đồ thừa của người chết để lại.“ Das steht dort neben dem Verbrennen von Pomeloschalen an der Tür und dem Gebot, keine Katze und keinen Hund über den Leichnam springen zu lassen. Es ist Brauch, aufgeschrieben von einem Bestattungsbetrieb, und kein hier zitierter buddhistischer Lehrer stellt ein Verbot der Benutzung auf.
Wie Sie vorbereiten, was Sie weitergeben. Erzpriester Dokolin sagt, man solle die Sachen vorher waschen und reinigen, denn sie sind nicht der Krempel, bei dem man ein schlechtes Gewissen hat, wenn man ihn hinausstellt: „Грех не в том, что я выбросил вещи умершего человека, а в том, что я не смог их подготовить для того, чтобы других людей заинтересовать в их использовании.“ Das Versäumnis liegt nicht darin, etwas weggegeben zu haben, sondern darin, es in einem Zustand weggegeben zu haben, in dem niemand anders es brauchen kann. Was gar nicht mehr zu gebrauchen ist, darf nach Erzpriester Wassin weggeworfen, verbrannt oder begraben werden, auf jede Weise, die Ihnen recht ist.
Hilft die Forschung? Sie hilft, indem sie sich weigert, Sie zu verurteilen. Eine systematische Übersichtsarbeit von 2023 in Death Studies hat 319 Studien gesichtet und 79 einbezogen, und das Abstract sagt: Bis heute habe die Literatur nicht bestätigen können, ob es hilfreich ist, Bindungen zu bewahren statt sie zu lösen. Auf dieser Grundlage kann niemand Ihnen sagen, dass es ein Fehler ist, den Mantel zu behalten. Der einzige Befund, der eine Einschränkung verdient: Das Behalten von Gegenständen wurde, verglichen mit Erinnerungen, mit stärkerer Trauer in Verbindung gebracht, ein Zusammenhang in einer Literatur, die noch nicht sagen kann, in welche Richtung er läuft. Seien Sie milde mit sich selbst, was den Pullover betrifft.
Was der Brauch sagt, Haushalt für Haushalt: neun Bräuche aus fünf Traditionen, und wo Brauch keine Pflicht ist
Neun Bräuche, aus orthodox-christlichen Haushalten, dem russischen Volksglauben, sunnitischen Rechtsgutachten, der jüdischen Praxis und vietnamesischen Quellen. Die Tabelle hat vier Spalten. Die erste nennt den Haushalt und den Brauch, nach dem gefragt wurde. Die zweite ist die Uhr, wie Familien sie halten, und vier der neun haben überhaupt keine Uhr, zwei davon, weil sie Ängste sind und keine Wartezeiten. Die dritte ist, was die namentlich genannten Lehrer dieser Tradition dazu sagen, und das ist meist nicht, was die Folklore sagt. Die vierte ist, was die Tradition als Regel und nicht als Brauch verlangt, und in all diesen Quellen fand sich dort nur zweierlei.
| Haushalt und der Brauch, nach dem gefragt wurde | Die Uhr im Volksbrauch | Was die eigenen Lehrer sagen | Regel statt Brauch |
|---|---|---|---|
| Orthodox: es darf noch nichts weggegeben werden | Der vierzigste Tag | Dokolin: vor oder nach vierzig Tagen, zu jeder Zeit | Keine |
| Orthodox: das Zimmer darf nicht aufgeräumt werden | Wieder der vierzigste Tag | Jefanow: keine Hausarbeit berührt die Seele | Keine |
| Orthodox: die Sachen als Almosen weitergeben | Der Volksbrauch sagt nach Tag vierzig | Wassin rät früher, „до 40 дней“, und bittet die Empfänger, für ihn zu beten | Keine |
| Russischer Volksglaube: Sünden gehen mit den Sachen mit | Keine Uhr, stattdessen eine Angst | Dokolin: hat mit unserem Glauben nichts zu tun | Das Öl von der Krankensalbung geht zurück an den Priester |
| Sunnitisch: alles muss für Bedürftige weggegeben werden | Vor dem dritten Tag, so war gefragt | IslamQA: nicht richtig. Es gehört zum Nachlass. | Der Anteil eines minderjährigen Erben wird nicht weggegeben |
| Sunnitisch: Kleidung als Erinnerungsstück behalten | Keine Uhr | al-Fauzan: für jemanden, der sie tragen wird, nicht für die Erinnerung allein. Islamweb erlaubt Behalten und Benutzen. | Keine. Fragen Sie Ihren eigenen Gelehrten. |
| Jüdisch: die Schuhe, und dann die Kleidung | Keine Uhr, eine Art von Gegenstand | Rabbi Simon: der Benutzung der Kleidung steht nichts entgegen | Keine. Brauch, nicht Halacha, und nur die Schuhe, die im Tod getragen wurden. |
| Vietnamesisch-buddhistisch: warten, bevor entschieden wird | Neunundvierzig Tage, hundert für die Sachen | Giác Ngộ: neunundvierzig Tage sind eine Mahayana-Darstellung | Keine. Hundert Tage sind „tốt nhất“, das Beste. |
| Vietnamesisches Tabu auf der Liste eines Bestatters | Keine Uhr, eine Vermeidung des Benutzens | Kein hier zitierter buddhistischer Lehrer stellt es als Verbot auf | Keine. Von einem Betrieb, nicht aus der Lehre. |
Was die vierzig Tage wirklich einschränken. Eine Leserin namens Jekaterina fragte Foma, ob die Wohnung eines Verstorbenen bis zum vierzigsten Tag unberührt bleiben müsse, und Erzpriester Andrej Jefanow antwortete, keine Hausarbeit habe irgendeine Bedeutung für das Schicksal der Seele, die Regel gehöre zu den Vorstellungen, die aus heidnischer Zeit zu uns kommen, und schloss: „И убирайтесь совершенно спокойно.“ Räumen Sie in völliger Ruhe auf. Was diese Zeit tatsächlich verlangt, ist fast das Gegenteil eines Aufräumverbots: Erzpriester Jemeljanow und Erzpriester Wassin beschreiben die ersten vierzig Tage beide als eine Zeit mit weniger Haushaltsbetrieb und mehr Gebet. Eingeschränkt werden Hochzeiten und große Entscheidungen, nicht Müllsäcke.
Das Seltsamste in der Tabelle. Die Tradition, aus der die Regel vom vierzigsten Tag zu kommen behauptet, argumentiert oft in die andere Richtung, und nicht sanft. Erzpriester Walentin Mordassow, zitiert auf azbyka.ru, nennt die Regel ein „поверье, внушенное диаволом“, einen vom Teufel eingeflüsterten Glauben, und fragt dann, wann man für einen Angeklagten bitten würde, vor der Verhandlung oder danach.
Die zwei echten Regeln. Erzpriester Dokolin nennt die orthodoxe: „Например, нельзя отдавать елей после соборования.“ Das geweihte Öl, das von der Krankensalbung übrig bleibt, wird an niemanden weitergegeben, denn es gehört zu dem Gebet, das für diese eine Seele gesprochen wurde, und es geht zurück an den Priester. Die zweite ist das islamische Verbot, den Anteil eines minderjährigen Erben weggeben zu lassen. Mehr fand sich nicht. Das Stärkste, was keine Regel ist, ist der jüdische Brauch bei den Schuhen, die im Tod getragen wurden, von dem der erklärende Rabbiner sagt, er sei in der Halacha nicht eigentlich verboten, und den Familien trotzdem halten, so wie Menschen gute Bräuche eben halten.
Es gibt davon eine positive Form, und sie ist kein Ausmisten. Auf azbyka.ru formuliert Erzpriester Dionisij es als Anweisung: Die Sachen dürfen und sollen weitergegeben werden, mit der Bitte an die Empfänger, für den Verstorbenen zu beten. Priester Jewgenij sagt dasselbe in der Sprache des Almosens, als милостыня. Der Mantel wird nicht entsorgt. Er wird gegeben, in seinem Namen, an jemanden, der gebeten wird, sich an ihn zu erinnern.
Die Frage nach dem Verbrennen, klar beantwortet: wozu der Brauch dient, wann er begangen wird, und was geschieht, wenn Sie stattdessen etwas behalten
In vielen vietnamesischen Haushalten wird die Kleidung verbrannt, und der Brauch wird auf zwei Weisen gleichzeitig erklärt, die gegeneinander ziehen. Die erste ist großzügig: Das Verbrennen schickt die Sachen hinüber, damit dem Menschen nichts fehlt. Die zweite ist abwehrend: Der Kleidung wird zugetraut, Unglück zu tragen. Der eigene Ratgeber eines Bestattungsunternehmens über den Brauch hält beides fest und hält auch fest, dass Familien inzwischen eine dritte Möglichkeit wählen: die Kleidung Menschen zu geben, die sie brauchen.
Was die buddhistische Lehre dazu sagt. Das Verbrennen, nach dem vietnamesische buddhistische Zeitungen am häufigsten gefragt werden, ist vàng mã, das Papiergeld und die Papiergaben. Ein Leser namens Văn Long fragte unverblümt: Wenn der Mensch schon wiedergeboren ist, wozu soll es dann gut sein, für ihn Kleidung, Geld, Häuser und Autos zu verbrennen? Der Beirat von Giác Ngộ, der buddhistischen Zeitung der Sangha von Ho-Chi-Minh-Stadt, antwortete, der Brauch sei ein Volksglaube mit chinesischem Einfluss, und der orthodoxe Buddhismus halte ihn nicht. Setzen Sie die Mühe stattdessen in Verdienst um: rezitieren, die Gelübde halten, geben, spenden und den Verdienst widmen, der, wie sie sagen, den Menschen erreicht, wo immer er wiedergeboren ist. Familien, die nicht bereit sind aufzuhören, wird ein symbolisches Maß zugestanden, mit einer Warnung vor großen oder teuren Verbrennungen.
Zum Verbrennen echter Kleidung statt der papierenen. Minh Hạnh Đức berichtet in Giác Ngộ von einer neueren Praxis: Kleidungsstücke, neu aus echtem Stoff gekauft und als Gabe verbrannt, an der Stelle der papierenen. Das Urteil ist ein Satzteil: „việc làm này hết sức lãng phí.“ Äußerst verschwenderisch. Der Prüfstein, der dort angeboten wird, ist es wert, behalten zu werden: „việc làm ấy phải có giá trị thiết thực, phải thật sự hữu ích cho người quá cố.“ Es muss wirklich etwas Gutes bewirken, und dieses Gute muss dem Verstorbenen zugutekommen.
Und der Kleiderschrank des Verstorbenen selbst? Der Ehrwürdige Thích Giác Quang, der die Familie aus dem ersten Absatz dieser Seite berät, teilt den Schrank in zwei Teile. Die ungetragene Kleidung darf ohne Weiteres für andere bleiben, die sie tragen. Die alten Sachen, die Bettwäsche und alles, was in der Krankheit benutzt wurde, wobei er ansteckende Krankheiten vor allem nennt, weist er zum Verbrennen an. Das ist die stärkste Fassung des Brauchs, die irgendein hier zitierter Lehrer vertritt, und achten Sie darauf, was sie nicht ist: keine Regel, dass gute Kleidung verbrannt werden muss, und kein Grund, sich vor dem Mantel zu fürchten, den Sie behalten wollen.
Die hundert Tage, ehrlich betrachtet. Ein vietnamesisch-buddhistischer Artikel bittet Familien tatsächlich zu warten. Auf phatgiao.org.vn schreibt Minh Thiện: „Trong 100 ngày sau khi chết không nên phân phát hay định đoạt các vật dụng tài sản cá nhân của người đã mất.“ In den hundert Tagen nach einem Tod sei es besser, die persönlichen Sachen nicht zu verteilen und nicht über sie zu entscheiden, weil der Verstorbene noch als an ihnen hängend gilt. Achten Sie auf die Form der Worte: ein Rat, was am besten ist, kein Verbot. Derselbe Artikel gibt einen Prüfstein, der nützlicher ist als jeder Kalender: „Quan trọng là động cơ vì lợi ích của người đã khuất thì sẽ không có chướng ngại gì.“ Es kommt auf das Motiv an. Handeln Sie zu seinem Nutzen, und es steht nichts im Weg. Auch die neunundvierzig Tage behandeln Familien als feststehende Tatsache, während Giác Ngộ vorsichtiger ist: sofortige Wiedergeburt im Theravada, ein Zwischenzustand von bis zu neunundvierzig Tagen im Mahayana. Wenn Ihre Familie sie hält, halten Sie sie. Sie sind keine Frist, die man versäumen kann.
Und wenn Sie stattdessen etwas behalten? Von einem Mantel erbt man nichts außer dem Mantel. Ein kurzer Bogen für das Gespräch, nicht für den Kleiderschrank:
| Wo Ihr Haushalt steht | Was die belegten Ratschläge stützen | Was Sie sagen können |
|---|---|---|
| Wir verbrennen und wollen weiter verbrennen | Ein symbolisches Maß, nichts Teures und nichts Gefährliches | „Wir machen es, wie Großmutter es gemacht hat, und halten es klein.“ |
| Wir verbrennen, aber der Schrank ist voll guter Kleidung | Ein Stück symbolisch verbrennen, den Rest dorthin, wo er getragen wird | „Eine Sache für ihn, der Rest, damit jemandem warm wird.“ |
| Wir würden lieber alles weitergeben | Weitergeben, oder stattdessen Verdienst, der ihm gewidmet wird | „Das ist in seinem Namen, und sie werden sich an ihn erinnern.“ |
| Ein Verwandter sagt, etwas zu behalten bringe Unglück | Das Tabu steht auf Listen des Bestattungsgewerbes, nicht in der Lehre | „Ich behalte seinen Mantel, und ich habe keine Angst davor.“ |
| Wir sind innerhalb der neunundvierzig oder hundert Tage | Ein Rat, was am besten ist, mit dem Motiv als Prüfstein | „Noch geht nichts weg. Wir listen alles auf und entscheiden danach.“ |
Das Schwerste: Briefe, Fotos und ein halb gefülltes Tagebuch
Das Papier kommt zuletzt, nicht weil es am wenigsten zählt, sondern weil es die einzige Kategorie ist, die eine Familie ein Jahr lang anhalten kann. Packen Sie es vollständig in eine Kiste, beschriften Sie die Kiste, und kommen Sie zurück, wenn der Rest erledigt ist.
| Was Sie gefunden haben | Die Frage, die daran hängt | Was Sie dieses Jahr tun |
|---|---|---|
| Lose Fotos in einer Schublade | Wer ist darauf, und wer weiß es in zehn Jahren noch | Alle behalten. Ein Abend mit der ältesten Verwandten und einem Bleistift. |
| Fotoalben | Sie lassen sich nicht teilen, ohne zerrissen zu werden | Ein Haushalt behält jedes Album ganz, die anderen bekommen Kopien |
| Briefe, die andere ihm geschrieben haben | Sind sie seine oder die der Schreibenden | Behalten, und einer lebenden Schreiberin zurückgeben, wenn sie fragt |
| Briefe, die er geschrieben und nie abgeschickt hat | War das zum Lesen gedacht | Mit einem anderen Menschen zusammen lesen, und nicht um Mitternacht |
| Ein Brief, adressiert an einen Lebenden | Keine. Dieser Fall ist einfach. | Ungeöffnet übergeben, auch wenn Sie glauben, Sie wüssten es schon |
| Ein Tagebuch, halb gefüllt | Lesen, liegen lassen oder nächstes Jahr entscheiden | Alles drei ist zu vertreten. Sagen Sie laut, was Sie gewählt haben. |
| Etwas, das jemandem beim Lesen wehtun würde | Wessen Entscheidung ist das | Nicht Ihre allein, wenn dieser Mensch lebt. Warten, und fragen. |
Oft möchte man zurückschreiben, und ein Brief an den Menschen, der gestorben ist, ist eines der ältesten Dinge, die ein Trauernder tut. Briefe an Verstorbene schreiben behandelt das, auch den Brief, den jemand schreibt, nachdem er einen in einer Schublade gefunden hat. Fällt das Sortieren in die Nähe des Todestages, finden Sie Worte für den Tag in Worte und kurze Gedenkreden zum Todestag, und fällt es in den Dezember, ist das erste Weihnachten ohne einen geliebten Menschen für den Haushalt geschrieben, der es vor sich hat.
Unter Geschwistern teilen, ohne Streit: eine durchgerechnete Methode in vier Runden
Familien nehmen an, das Haus werde der schwere Teil und die Küche regle sich von selbst. Die University of Minnesota Extension betreibt seit 1999 ein Programm zu genau dieser Frage, Who Gets Grandma's Yellow Pie Plate, und berichtet das Gegenteil. Entscheidungen über persönliche Gegenstände, die das Programm Eigentum ohne Urkunde nennt, seien oft schwieriger als Entscheidungen über Immobilien, Fahrzeuge oder Geld, und sie könnten zu Streit in der Familie führen.
Sechs Punkte nennt die Forschung dahinter, die vor dem Anfang geklärt sein sollten, hier ins Deutsche übertragen: Erkennen Sie, wie empfindlich die Weitergabe persönlicher Dinge ist. Bestimmen Sie, was Sie damit erreichen wollen. Entscheiden Sie, was in Ihrer Familie als gerecht gilt. Verstehen Sie, dass Gegenstände für verschiedene Menschen Verschiedenes bedeuten. Bedenken Sie die Verteilungswege und ihre Folgen. Und verabreden Sie, wie Sie mit Konflikten umgehen, wenn sie auftreten.
Achten Sie auf den dritten. Gleicher Wert heißt, dass die Summen übereinstimmen, was auf dem Papier das Fairste und im Zimmer das Kälteste ist. Gleiche Anzahl heißt, dass jeder gleich viele Stücke bekommt, was übersieht, dass ein Ring die ganze Küche wert ist. Dass jeder das bekommt, woran ihm am meisten liegt, ist das, was Familien meist wollen, und dafür braucht es die Runden weiter unten. Familien streiten, weil sie nie gesagt haben, welche der drei Bedeutungen sie benutzen.
Runde eins: die unstrittige Runde. Jeder schreibt für sich auf, bis zu zehn Dinge, die er gern hätte, mit einer Zeile, warum. Die Listen werden gemeinsam vorgelesen, und alles, was nur von einer Person genannt wurde, geht sofort an diese Person. Die Runde ist dafür gemacht, den größten Teil eines Hauses zu klären, bevor jemand streiten muss.
Runde zwei: die Runde der Geschichten. Zu jedem strittigen Stück sagt jeder Anspruchsteller in zwei Sätzen, warum er es möchte. Keine Erwiderungen, keine Unterbrechungen. Der Sinn ist, dass ein laut gesagter Grund von dem Menschen gehört werden kann, dem er gesagt wird, und das kann innerhalb einer Zugreihenfolge nicht passieren.
Runde drei und vier: die Zugreihenfolge. Was übrig ist, geht in eine Auslosung des ersten Zugriffs. Runde drei ist der Durchgang die Reihenfolge hinunter. Runde vier ist der Durchgang zurück nach oben, sodass der, der auf dem Weg hinunter zuletzt wählt, an der Wende zweimal hintereinander wählt. Jeder darf passen, und jede Wahl kommt ins Notizbuch. Was niemand wählt, wird verkauft, weitergegeben oder ein Jahr lang an einem Ort aufbewahrt, und der Erlös wird so geteilt, wie der Nachlass es vorgibt.
Das durchgerechnete Beispiel. Hartmut starb im Februar, zwei Jahre nach Marianne. Vier erwachsene Kinder: Christine, Stefan, Bettina und Jonas. Runde eins klärte das Haus bis auf zwölf Dinge. Runde zwei regelte fünf davon, und die Zugreihenfolge regelte die anderen sieben. Stefan zog den ersten Zugriff, dann Bettina, Jonas, Christine.
| Gegenstand | Runde | Wer es hat | Warum es geklärt war |
|---|---|---|---|
| Mariannes Verlobungsring | Zwei | Christine | In Mariannes eigenem Zettel genannt, den Stefan nicht gesehen hatte |
| Die Standuhr aus dem Flur | Zwei | Stefan, und eine Aufnahme des Schlags für Bettina | Was Bettina wollte, war der Klang, nicht die Uhr |
| Hartmuts Stechbeitel | Zwei | Jonas | Der Einzige, der noch mit Holz arbeitet, und er hat es gesagt |
| Die Fotoalben | Zwei | Christine, mit Kopien für die anderen drei | Niemand wollte einen Satz zerreißen, und Christine hat das Regal |
| Mariannes Nähkasten | Zwei | Bettina | Stefan zog zurück, als er hörte, warum sie ihn wollte |
| Der Esstisch | Drei, erster Zugriff | Stefan | Zog zuerst und hat als Einziger Platz dafür |
| Der Sekretär | Drei, zweiter Zugriff | Bettina | Sie wollte ihn, seit sie ein Kind war |
| Die Gartenbank | Drei, dritter Zugriff | Jonas | Gewählt statt des Barometers, das er auch wollte |
| Hartmuts Armbanduhr | Drei, vierter Zugriff | Christine | Das eine Stück, um das sie laut gebeten hatte |
| Das Messingbarometer | Vier, an der Wende | Christine | Ihr zweiter Zugriff kam direkt nach dem ersten, an der Wende |
| Die Plattensammlung | Vier | Jonas | Ganz genommen, weil sie als Satz mehr wert ist |
| Das Klavier | Vier, übersprungen | Verkauft | Niemand hatte eine Wand dafür; der Erlös ging zu vier gleichen Teilen |
Zwei Anmerkungen. Wenn eine von Ihnen nicht dabei sein kann, schickt sie eine Liste für Runde eins und eine Vertretung, und jemand geht vorher mit ihr per Video durch das Haus. Und wenn eine Witwe oder ein Witwer noch lebt, steht hier nichts zu Ihrer Verteilung: Der Haushalt ist der ihre, und die Methode ist für später, wenn sie darum bitten.
Erzpriester Dokolin, gefragt nach Verwandten, die darüber streiten, wer was bekommt, antwortet mit einer einzigen Anweisung, und sie ist kein Verfahren: „сохранить добрую память об усопшем через мирные отношения между людьми, а значит уступать.“ Ein gutes Andenken an den Menschen bewahren durch Frieden zwischen den Menschen, und das heißt: nachgeben. Der Sinn der Methode ist nicht, die richtigen Gegenstände zu den richtigen Menschen zu bringen. Der Sinn ist, dass die Menschen am Ende noch miteinander sprechen.
Medikamente, Papiere und Geräte: entsorgen, behalten oder zurückgeben
Medikamente, und wohin damit. Eine Regel gilt überall: nicht in die Toilette und nicht in die Spüle. Das Umweltbundesamt erklärt für Deutschland den Rest: In vielen Regionen dürfen Medikamente in den Restmüll, weil der Hausmüll dort verbrannt wird, unauffällig verpackt, etwa in Zeitungspapier, und mit gut verschlossenen flüssigen Resten. Größere Mengen und alles Gefährliche gehören zum Schadstoffmobil oder zur Schadstoffsammelstelle. Manche Apotheken nehmen Altmedikamente freiwillig zurück, verpflichtet sind sie nicht, fragen Sie also vorher nach. Was in Ihrem Kreis gilt, steht im Portal arzneimittelentsorgung.de, auf das das Amt verweist. In Österreich und in der Schweiz ist der Weg kürzer: Dort nehmen die Apotheken Altmedikamente zurück. Und streichen Sie den Namen und alles Persönliche auf der leeren Packung durch, bevor sie in die Papiertonne geht.
Für alles andere ist die Tabelle die Entscheidung in drei Richtungen.
| Was Sie haben | Entsorgen, behalten oder zurückgeben | Der erste Schritt, und was Sie nicht tun |
|---|---|---|
| Gewöhnliche Tabletten, Sprays, Salben | Entsorgen | Restmüll, Schadstoffsammelstelle oder Apotheke. Nie die Toilette. |
| Starke Schmerzmittel und Beruhigungsmittel | Entsorgen, und persönlich | In der Apotheke oder bei der Schadstoffsammlung abgeben. Nicht in den offenen Müll. |
| Nadeln, Lanzetten, ein Abwurfbehälter | Zurückgeben | Zurück an die Apotheke oder den Pflegedienst, der den Behälter gebracht hat. Nie offen in den Müll. |
| Pflegebett, Lifter, Sauerstoffgerät, Rollstuhl | Zurückgeben | Das Sanitätshaus anrufen, das es geliefert hat. Nicht verkaufen und nicht weitergeben. |
| Bank, Rente, Versicherung, Steuer | Behalten | Vollständig für den Nachlass in eine Kiste. Noch nichts schreddern. |
| Urkunden, Testament, Grundbuchpapiere, Ausweise | Behalten, dann weitergeben | An die, die den Nachlass regeln, die die Originale brauchen. Ein Testament, das Sie finden, muss zum Nachlassgericht. |
| Werbung, Kataloge, alte Kontoauszüge | Entsorgen | Ins Altpapier, nach einem Durchgang für alles mit einer Kontonummer |
| Ein gesperrtes Handy | Behalten | Die Familie nach dem Code fragen. Nicht zurücksetzen und nicht raten. |
| Eine Mailboxnachricht mit seiner Stimme | Behalten, heute | Heute als Datei sichern, und den Vertrag nicht vorher kündigen. |
| Nachrichten, Chats, Konten in sozialen Netzwerken | Erst einmal behalten | Liegen lassen, bis Sie wissen, was jeder Dienst zulässt. Nicht zum Aufräumen löschen. |
| Ein Laptop oder ein Tablet | Behalten | Zuerst die Fotos herunterkopieren. Nichts löschen, bevor diese Kopie geprüft ist. |
Unser Notfallordner und was genau hineingehört ist, was die Papiere die ganze Zeit hätten sein sollen, und jede Geräte-Zeile ist ein Arbeitstag mit einer eigenen Seite: ein Handy nach dem Tod entsperren, eine Mailboxnachricht retten, was mit WhatsApp und den Chats nach dem Tod passiert, und unser Leitfaden zum digitalen Nachlass. Die Mailboxnachricht ist das Dringende: Eine abgemeldete Nummer wird irgendwann neu vergeben.
Was Sie sich wünschen, er hätte es aufgeschrieben, und die Stunde, die das für die eigene Familie löst
Am Ende eines Sortierwochenendes hat jede Familie dieselbe kurze Liste von Fragen, die sie nicht beantworten kann. Wollte er, dass das bleibt. Für wen war das. War die Medaille in der Schublade die seines Vaters oder die seines Großvaters. War der Werkzeugkasten für den Nachbarn gedacht, der ihn sich jeden Sommer geholt hat. Niemand ist mehr da, der es weiß, und das Nichtwissen ist schwerer als das Entscheiden.
Hartmuts Kinder waren die Ausnahme, und darum geht es in diesem Abschnitt. Marianne hatte einen Zettel im Sekretär gelassen, elf Zeilen mit Kugelschreiber, und er beendete zwei Streitgespräche, bevor sie anfingen. Drei davon, in ihren eigenen Worten:
Der Verlobungsring: Christine. Sie hat mich mit neun danach gefragt, und ich habe es nie vergessen.
Der braune Koffer auf dem Dachboden: nicht öffnen, wenn die Kinder im Haus sind. Das sind die Briefe meiner Schwester.
Das Tafelservice: Niemand muss es behalten. Ich habe es nur behalten, weil meine Mutter zugesehen hat, wie ich es ausgepackt habe.
Jede ihrer Zeilen beantwortete dieselben vier Dinge, und das ist das Format zum Abschreiben. Alle elf, in vier Spalten:
| Die Sache | Wo sie ist | Für wen sie ist | Darf sie verkauft werden |
|---|---|---|---|
| Der Verlobungsring | Schmuckkästchen, oben im Kleiderschrank | Christine | Nein |
| Die gute Tischdecke | Wäscheschublade, Esszimmer | Wer Weihnachten ausrichtet | Ja. Es ist nur Leinen. |
| Das Gesangbuch meiner Mutter | Die Schublade im Sekretär | Bettina | Nein |
| Das Briefmarkenalbum | Archivkasten unter der Treppe | Niemand. Verkaufen. | Ja. Keiner von euch sammelt. |
| Die Stechbeitel, sein Name auf den Griffen | Grüner Werkzeugkasten im Schuppen | Jonas | Nicht, solange er damit arbeitet |
| Der braune Koffer | Der Dachboden | Noch niemand. Erst lesen. | Nein. Die Briefe meiner Schwester. |
| Die Nähmaschine | Gästezimmer | Doris aus Nummer 14, die es mir beigebracht hat | Nein |
| Das Tafelservice für zwölf Personen | Die Anrichte | Niemand muss es behalten | Ja, wenn keiner von euch es will |
| Die fünfzig Euro, die ich Herrn Yilmaz schulde | Umschlag im Sekretär | Bezahlt ihn, bevor irgendetwas anderes passiert | Eine Schuld, keine Sache |
| Der Garagenschlüssel | Haken im Zählerschrank | Alle vier | Nein |
| Der Weihnachtsschmuck | Zwei Kisten auf dem Dachboden | Wer Weihnachten ausrichtet | Ja, was übrig bleibt |
Diese Liste können Sie heute Abend schreiben. Elf Zeilen haben Marianne zwanzig Minuten gekostet, und Sie haben gerade ein Wochenende in dem Problem verbracht, das sie löst.
Was eine Liste nicht kann, ist sagen, warum. Bei Goodbye App können Sie diesen Teil als Brief an die Menschen schreiben, die Sie lieben, oder ihn in der eigenen Stimme aufnehmen, und das ist die Fassung, die eine Familie zweimal abspielt. Jeder Brief geht per E-Mail an die Menschen, die Sie auswählen, an einem Tag und zu einer Uhrzeit, die Sie festlegen, und bleibt privat, bis er versendet wird. Es kostet nichts, im Browser und auf Android. Ein Brief trägt Worte und eine Aufnahme, keine Bilder, also kommt das Foto des Rings von Ihrer eigenen Liste in einen geplanten Beitrag.
Wenn Sie lieber mit den Worten anfangen als mit dem Verzeichnis, ist unser Leitfaden zum Schreiben eines Vermächtnisbriefs die lange Fassung, und die eigene Stimme für die Familie aufnehmen dauert zehn Minuten. Und wenn in dem Haus, das Sie gerade sortiert haben, noch ein Elternteil lebt, stehen die Fragen, die Sie sich jetzt gestellt zu haben wünschen, in unseren Fragen an die eigenen Eltern. Stellen Sie sie in diesem Monat.
Häufige Fragen
Was macht man mit der Kleidung eines Verstorbenen? Sie behalten, tragen, geben weiter, nähen um oder lassen los, und die meisten Schränke brauchen am Ende alle fünf Wege. Die Tabelle weiter oben sagt, wofür jeder Weg gut ist, und der einzige mit einer Regel daran ist das Weitergeben: vorher waschen und bügeln.
Darf man die Kleidung eines Verstorbenen tragen? Ja. Ein Priester auf azbyka.ru nennt jede besondere Haltung zu den Sachen der Toten gewöhnlichen Aberglauben, wie viele Tage auch vergangen sind. Ein Erzpriester schreibt gedruckt, dass er die Kleidung seines eigenen Vaters mit Freude trägt, und ein Rabbiner sagt, der Benutzung der Kleidung eines Verstorbenen stehe nichts entgegen.
Ist es schlecht, die Sachen eines Verstorbenen zu behalten? Nein, und kein auf dieser Seite zitierter Lehrer sagt etwas anderes. Die eine Vorsicht ist praktisch und nicht geistlich: Behalten Sie die zwei oder drei Stücke, die Sie mit Absicht ausgesucht haben, dort, wo Sie sie sehen, und achten Sie darauf, ob aus dem, was Sie behalten, ein verschlossenes Zimmer geworden ist statt eines Mantels.
Muss ich die Kleidung meines Vaters verbrennen? Nein. Minh Hạnh Đức nennt in Giác Ngộ das Verbrennen echter Kleidung für die Toten äußerst verschwenderisch und setzt den Prüfstein, dass es dem Menschen wirklich zugutekommen muss. Der Beirat derselben Zeitung behandelt das Verbrennen von Papiergaben als Volksglauben und nicht als buddhistische Lehre. Wenn Ihre Familie den Brauch hält, halten Sie ihn klein.
Dürfen wir seine Sachen verkaufen, und ist Verkaufen etwas anderes als Weitergeben? Verkaufen dürfen Sie. Der Priester, der genau das zu Fernseher und Möbeln eines verstorbenen Verwandten gefragt wurde, sagte, man solle damit verfahren, wie man es für richtig hält. Zwei praktische Unterschiede: Das Geld gehört zum Nachlass und wird so geteilt, wie der Nachlass es vorgibt, also behalten Sie die Belege, und der Verkauf ist der eine Weg ohne zweites Leben für die Sache darin. Verkaufen Sie das Wertvolle und geben Sie das Brauchbare weiter.
Ein Verwandter sagt, seine Sachen bringen Unglück, oder jemand, den er gefragt hat, hat ihm das gesagt. Was sage ich? Dass die Angst Volksglaube ist und nicht Lehre, was gleichzeitig die ehrliche und die freundliche Antwort ist. Der Erzpriester, der gefragt wurde, ob die Sünden eines Verstorbenen mit seinen Sachen mitgehen, sagte, die Vorstellung habe mit dem Glauben nichts zu tun. Sie müssen den Streit auch nicht gewinnen: „Ich behalte seinen Mantel, und ich habe keine Angst davor“ beendet ihn.
Einer meiner Brüder hat schon Sachen mitgenommen. Was jetzt? Sagen Sie es einmal, ohne Vorwurf, und schreiben Sie, was er mitgenommen hat, als seine Wahl auf die Liste von Runde eins. Das meiste frühe Mitnehmen ist Trauer und Aufräumen und kein Diebstahl, und es als ersten Zugriff zu behandeln, hält das Verfahren lebendig. Ist etwas Wertvolles weg, ist das eine Frage für die Erbengemeinschaft: Über einen einzelnen Nachlassgegenstand können die Erben nur gemeinschaftlich verfügen.
Muss ich den anderen sagen, was ich behalten habe? Nicht als Geständnis, aber schreiben Sie es in dasselbe Notizbuch wie alles andere. Eine Liste, die alle sehen können, verhindert den Satz, der eine Familie zwanzig Jahre lang sauer macht, und der lautet: „Ich habe nie gewusst, dass sie den hatte.“
Und sein Ehering? Das ist das eine Stück, das fast niemand geteilt haben will und zu dem fast jeder ein Gefühl hat. Die üblichen Antworten sind, dass die Witwe oder der Witwer ihn behält oder an einer Kette trägt, oder dass er an das Kind geht, das nach ihm benannt ist, oder dass er bei ihrem aufbewahrt wird. Entscheiden Sie das vor der Zugreihenfolge und nicht darin, und sagen Sie den Grund laut.
Wie lange soll man warten, bevor man die Sachen eines Verstorbenen auflöst? So lange Sie wollen. Die eine Ausnahme ist eine Mietwohnung, in der die Miete weiterläuft, also regeln Sie das Mietverhältnis früh und lassen Sie den Kleiderschrank bis zum nächsten Frühjahr.
Ich kann das Zimmer meiner Mutter nicht auflösen. Ist das normal? Ja, und bei den meisten Menschen wird es leichter. Ist ein Jahr vergangen und die Tür bleibt zu, weil Sie sie nicht öffnen können und nicht, weil Sie es so wollen, sagen Sie es in der Hausarztpraxis oder einer Trauerberatung. Das Vermeiden von allem, was daran erinnert, dass der Mensch gestorben ist, ist eines der Symptome, die im DSM-5-TR unter der anhaltenden Trauerstörung stehen, und die wird bei Erwachsenen nicht vor zwölf Monaten diagnostiziert.
Every person has a legacy®
Beginnen




